Meilensteine

05.07.2018

 

Seit fast einem Jahr folgt bei mir und uns ein Meilensteinmoment dem nächsten, das ist sehr verrückt und ich komme mit meinen Emotionen zum Teil irgendwie überhaupt nicht mehr hinterher. Letztes Jahr um diese Zeit war #notjustdown noch reiner Bestandteil meiner Masterarbeit und ich war noch so unsicher, ob ich mich überhaupt nach der Abgabe Ende Oktober trauen würde das alles zu veröffentlichen. Dann das Ende meines Studiums, die #notjustdown-Veröffentlichung und damit einhergehend die bis jetzt anhaltende unglaubliche Welle an positivem Feedback (ihr!♥). Manchmal sitze ich still irgendwo herum und dann wird mir bewusst, wie unfassbar surreal es ist, dass ich letztes Jahr um diese Zeit noch nicht mal fest vorhatte, dieses Projekt wirklich in die Welt hinaus zu schicken und dass wir nun innerhalb dieser vergangenen Monate so viele wunderbare Menschen gefunden haben, die unseren Weg virtuell mitverfolgen und uns darin bestärken, weiterzumachen. 

 

Anfang des Jahres war ich dann für ein paar Wochen in Thailand, was ich nach dem Master und der Veröffentlichung dringend brauchte, um einmal von meiner Grundnervosität herunterzukommen. Als nächstes hat Anfang März einer meiner wichtigsten Lebensmenschen ein Baby bekommen, mich zur Lebensabenteuer-Patentante gemacht und mein Herz schäumt bis heute über vor Liebe für diesen kleinen Mann. Anfang April folgte der Beginn meines Jobs an der Uni, ganz neue Alltagsroutinen und neue Gedanken. Ende April war ich dann auf einem Geschwistertreffen für erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung in Berlin von dessen Begegnungen ich bis heute zehre. Ich musste scheinbar erst ein bisschen erwachsener werden und eine Spanne an Lebensrückblick vorliegen haben um zu merken, wie gut so ein Austausch unter Gleichgesinnten tut und wie wichtig es ist, Menschen außerhalb des Familienkreises zu haben, die einen aus dem Herzen heraus verstehen können, weil sie fast alles in anderen Facetten selbst erleben.

 

Dann, viele lange Feiertags-Wochenenden später verbrachten wir das letzte davon Ende Mai mit der Familie in Österreich, um Papas 60. Geburtstag, diese immer noch unglaubliche Zahl, zu feiern. Nur wir 5 und die Hundebrüder, das gab es schon so lange nicht mehr und war so besonders und schön, dass dazu nochmal ein einzelner Blogbeitrag kommt in nächster Zeit. Direkt danach hatten wir Besuch von Farah vom WDR, die uns für den Instagram-Kanal @maedelsabende interviewt hat und in diesem Zuge folgten uns innerhalb eines Tages einfach mal statt vorher 250 plötzlich über 1600 Menschen auf Instagram. Ich weiß, dass das für diese Plattform keine große Zahl ist, aber für unser kleines persönliches Projekt ist es das allemal. Stellt euch doch mal 1630 Menschen in einer Schlange vor – verrückt. Als nächstes kam Tilmans Bachelorabschluss und seine mündliche Verteidigung vor zwei Wochen, bei der ich mit den heftigsten Magenkrämpfen vor der Tür gewartet hab, die leider ein Fenster hatte, durch das ich natürlich reingucken musste um noch nervöser zu werden und Tilli gleich mitanzustecken #nervigegroßeschwesterfürimmer. Zum Glück hat er mir schnell verziehen, denn er hat eine supergute Note bekommen und ich war so stolz wie lange nicht mehr. 

 

Jetzt ist Anfang Juli und Mari hatte heute seinen allerletzten Schultag. 13 Jahre Schule sind vorbei. Ich konnte mich noch nie gut von Lebensetappen jeglicher Art verabschieden. An und vor allem nach meinem letzten Schultag vor 9 Jahren habe ich nicht mehr aufhören können zu heulen. Tillis Abisturm-Feier war gestern vor 6 Jahren und einer der schönsten, bier- sowie seifenblasenreichsten und gefühlvollsten Sommertage, an die ich mich erinnern kann. Als dann Mari vor 3 Jahren den 10er Abschluss auf der anderen Schule hatte, habe ich ebenso nicht aufhören können zu weinen, weil ich nicht glauben konnte, dass diese Zeit dort für ihn und für uns jetzt vorbei ist und wieder etwas neues kommt, auf das man sich einstellen muss. Und jetzt sind selbst diese 3 Jahre schon wieder rum und Mari steht mehr oder weniger vor dem Beginn seines Arbeitslebens. Während ich das schreibe, kommt es mir eigentlich ungerecht vor. Denn ich habe nach meinem Abi auch keine Ausbildung machen und vollzeit in irgendeiner Firma arbeiten gehen wollen. Deswegen war ich ja auch noch ganze 8 Jahre studieren und hab das trotz vielen Jobs nebenbei sehr genossen.

Im September startet Mari erst einmal ein Berufspraktikum, wo genau steht noch nicht ganz fest und dann gucken wir als Familie step by step, wonach ihm ist und wie wir ihn in seinen Interessen und Wünschen bestmöglich unterstützen können. Im Interview mit Farah hat er ja gesagt, dass er entweder Künstler oder Pizzabäcker werden möchte :)

Und vorher haben Mari und ich sowieso neben Urlaub machen genug zu tun mit den Planungen für unsere eigene minikleine und selbstgemachte #notjustdown-Kollektion, wir sind schon voller Elan in der Konzeptionsphase! Und sowieso zu allererst feiern wir morgen erst einmal alle zusammen seinen offiziellen Abschluss mit sicher mindestens genauso viel Lachen wie Weinen!

 

Auf das bunte Leben!

Danke für's zuhören & schön, dass ihr da seid!

 

 

Alles Liebe,

Tabea

 

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